Olympische Sommerspiele 2024 im Newsticker - Paris doch nicht in Gefahr - Zverevs Traum von „Gänsehaut“

Alexander Zverev im Achtelfinale gegen Taylor Fritz<span class="copyright">IMAGO/Action Plus</span>
Alexander Zverev im Achtelfinale gegen Taylor FritzIMAGO/Action Plus

Die Olympischen Sommerspiele finden 2024 vom 26. Juli bis 11. August in Paris statt. Olympiasieger Alexander Zverev wird das Turnier in Paris wohl doch nicht verpassen. Und auch Paris gibt Entwarnung: Die Seine ist sauber genug für die Schwimmer. Alles rund um Olympia 2024 finden Sie hier im Newsticker.

Alle Infos zu den Olympischen Sommerspielen in Paris 2024

Paris gibt Entwarnung: Seine sauber genug für Olympia-Schwimmer

Samstag, 13. Juli 2024, 09.41 Uhr: Zwei Wochen vor dem Start der Olympischen Spiele gibt die Stadt Paris sich zuversichtlich, dass die Wasserqualität der Seine bis dahin ausreichend sein wird, um dort wie geplant Wettkämpfe zu organisieren. „Wir haben keinen Zweifel daran, dass wir die Wettkämpfe zum vorgesehenen Termin abhalten können“, sagte der für die Olympischen Spiele zuständige stellvertretende Pariser Bürgermeister Pierre Rabadan dem Sender rfi. An acht von zehn Tagen sei die Wasserqualität des Flusses zuletzt ausreichend gewesen.

Nach der neuen von der Stadt vorgelegten Analyse der Wasserqualität, die den Zeitraum bis zum Dienstag berücksichtigt, entsprach diese an sechs der letzten sieben gemessenen Tage den Vorschriften zum Abhalten olympischer Wettkämpfe. Über 80 Prozent der Wasseranalysen waren konform mit den Grenzwerten.

Für punktuelle Verschlechterungen der Wasserqualität sorgte heftiger Regen, sowohl in Paris selber als auch am Oberlauf des Flusses, von wo aus Verunreinigungen die Hauptstadt erreichten. Die Freiwasserrennen der Schwimmerinnen und Schwimmer über zehn Kilometer sind am 8. August (Frauen) und 9. August (Männer) geplant.

Schlechtes Wetter beeinträchtigt Wasserqualität der Seine

Wie die Stadt betont, hätten sich die ungewöhnlich feuchte Witterung und niedrige Temperaturen negativ auf die Wasserqualität ausgewirkt. Denn bei höheren Temperaturen und einem niedrigeren Wasserstand der Seine werden Krankheitserreger dort schneller abgebaut.

Nach der letzten Analyse der Stadt beträgt die Wassermenge in der Seine immer noch mehr als das Dreifache der im Sommer üblichen Menge. Dies führt zu einer erhöhten Fließgeschwindigkeit, die das Abhalten von Schwimmwettkämpfen gefährden könnte.

Außerdem könnte ein für die Jahreszeit unüblich hoher Wasserstand Auswirkungen auf die Eröffnungszeremonie der Spiele haben. Rund 160 Boote sollen die Mannschaften am 26. Juli mit mehreren Tausend Athleten auf einer sechs Kilometer langen Strecke über die Seine bringen. Wie die Zeitung „Le Monde“ berichtete, passt eine kleine Zahl der Boote bei hohem Wasserstand nicht unter den Brücken an der Seine hindurch, es müssten entsprechend andere Boote eingesetzt werden.

Armee richtet am Pariser Stadtrand Lager für 4.500 Soldaten ein

13.09 Uhr: Vor dem Start der Olympischen Spiele in Paris in zwei Wochen verstärken die Polizei und das Militär ihre Präsenz in der Stadt sichtbar. Teils schwer bewaffnete Beamte und Soldaten sind in viel größerer Zahl und an mehr Stellen als üblich in der französischen Hauptstadt unterwegs.

Am Stadtrand richtete die französische Armee ein Lager für 4.500 Soldaten ein, die die Sicherheit der Spiele und des erwarteten Millionenpublikums gewährleisten sollen. „Das ist das größte Lager der Armee in Paris seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte der für das Lager zuständige Oberst Michel Bergier dem Sender France Info. Sämtliche Wettkampfstätten sind von dem Stützpunkt aus binnen 30 Minuten erreichbar. Während der gesamten Dauer der Spiele mobilisieren die Streitkräfte insgesamt 15.000 Soldaten.

Auch für Touristen in diesen Tagen bereits sichtbar ist bewaffnete Polizei mit Schnellbooten auf der Seine im Einsatz, um von dort aus die Sicherheit im Blick zu behalten. Die Eröffnungszeremonie der Spiele mit mehreren Tausend Athleten ist am 26. Juli auf dem Fluss geplant. Über 300.000 Zuschauer sollen das Spektakel von den Ufern der Seine verfolgen können. 45.000 Polizisten sind für die Sicherheit des Spektakels eingeplant.

Wie Innenminister Gérald Darmanin vor wenigen Tagen sagte, bleibe die terroristische Bedrohung in Frankreich „extrem hoch“, insbesondere vor den Olympischen Spielen. Frankreich hatte im März die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. In Zusammenhang mit möglichen Terrorplänen in Bezug auf die Olympischen Spiele gab es vor wenigen Tagen mehrere Festnahmen. Ende Mai vereitelten Ermittler Pläne für einen islamistischen Terroranschlag auf ein Fußballspiel während der Spiele.

US-Basketballer gewinnen ersten Olympia-Test

Donnerstag, 11 Juli, 07.50 Uhr: Das Basketball-Team der USA geht mit einem Sieg gegen Kanada in die weitere Vorbereitung auf die Olympischen Spiele. Das mit vielen Stars besetzte Team gewann in Las Vegas 86:72 (41:33) gegen den Nachbarn. Anthony Davis war mit 13 Punkten bester Werfer, Stephen Curry steuerte zwölf Zähler bei. Zunächst lagen die Gastgeber allerdings 1:11 hinten, ehe sie in Schwung kamen. Zu den Zuschauern zählte auch der frühere US-Präsident Barack Obama.

Noch nicht dabei waren Kevin Durant wegen Wadenproblemen und Derrick White, der Kawhi Leonard nach dessen Knieproblemen ersetzt. Die Mannschaft um LeBron James reist als großer Gold-Favorit zu den Spielen, die am 26. Juli in Paris eröffnet werden. Bis dahin gibt es noch vier weitere Testspiele. Die US-Auswahl trifft am kommenden Montag in Abu Dhabi auf Australien, am 22. Juli ist in London Weltmeister Deutschland der Gegner.

Paris doch nicht in Gefahr - Zverevs Traum von „Gänsehaut“

Mittwoch, 10. Juli, 13.28 Uhr: Alexander Zverev kann auf seinen „Gänsehautmoment“ hoffen. Sein Traum vom zweiten Olympia-Gold und der Fahnenträger-Ehre droht nun offenbar doch nicht an seinem Ausrutscher in Wimbledon zu zerbrechen. Sein älterer Bruder Mischa Zverev (36) gab Entwarnung.

Das linke Knie sei, wie vorübergehend befürchtet, doch nicht schlimmer lädiert als gedacht, so das Ergebnis einer weiteren Untersuchung. Sogar eine Teilnahme beim Sandplatzturnier in seiner Heimatstadt Hamburg in der kommenden Woche sei „auf dem Plan“, teilte Bruder und Manager Mischa Zverev auf dpa-Anfrage mit. Der Goldmedaillengewinner von Tokio kann wohl doch für Paris planen. Bei der Eröffnungsfeier am 26. Juli möchte Zverev als Fahnenträger am liebsten die deutsche Delegation von mehr als 450 Sportlern anführen.

Zverev bangt nach Wimbledon-Aus um Olympia-Teilnahme

Dienstag, 09. Juli, 22.41 Uhr: Alexander Zverev will sich nach seinem Wimbledon-Aus am Mittwoch erneut untersuchen lassen und klären, ob er sich wenige Wochen vor den Olympischen Spielen doch schwerer verletzt hat. Sein Bruder Mischa schließt derzeit nicht aus, dass auch die Teilnahme an den Spielen in Paris gefährdet sein könnte, die am 26. Juli eröffnet werden.

Alexander Zverev im Match gegen Taylor Fritz<span class="copyright">dpa</span>
Alexander Zverev im Match gegen Taylor Fritzdpa

Bei einem Arztbesuch in London seien am Dienstag aus dem lädierten linken Knie etwa 40 Millimeter Flüssigkeit und Blut entnommen worden. Es bestehe nun doch der Verdacht auf etwas Schlimmeres, berichtete Mischa Zverev beim Streaming-Anbieter Prime. Sein jüngerer Bruder werde in seiner Wahlheimat Monaco am Mittwoch noch einen weiteren Arzt aufsuchen, dann soll es genauere Aufnahmen des Knies geben, das sich Alexander Zverev am vorigen Samstag durch einen Sturz bei seinem Drittrundensieg verletzt hatte.

„Wenn es eine Fraktur ist im Knochen oder ein Haarriss oder was auch immer, dann muss man schauen, wie lange es dauert. Aber dann ist Olympia in Gefahr“, erklärte Mischa Zverev.

Alexander Zverev war am Montag sichtlich angeschlagen nach einer 2:0-Satzführung gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz noch im Achtelfinale ausgeschieden. In der Runde zuvor, als er gegen den Briten Cameron Norrie auf dem Rasen weggerutscht und sein Knie überdehnt habe, habe er ein Knochenödem und eine Zerrung in der Kapsel erlitten, erklärte der 27 Jahre alte Olympiasieger von Tokio. „Mein Knie ist relativ geschwollen. Aber es ist nichts, das außergewöhnlich schlimm ist oder dass ich länger ausfalle“, sagte Zverev danach.

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