Putin tödlich krank! Wahrheit oder Wunschdenken?

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Die Spekulationen um Wladimir Putin Gesundheitszustand reißen nicht ab. Ist der russische Machthaber wirklich tödlich krank oder entspringen die Gerüchte reinem Wunschdenken?

MOSCOW, RUSSIA - MAY 16: (RUSSIA OUT) Russian President Vladimir Putin speaks during the Summit of Collective Security Treaty Organisation (CSTO) at the Grand Kremlin Hall, May, 16, 2022, in Moscow, Russia. Leaders of post-Soviet states have gathered at the Kremlin for the summit of CSTO marking its 30th anniversary this year. (Photo by Contributor/Getty Images)
Ist der russische Präsident Wladimir Putin wirklich sterbenskrank? (Bild: Contributor/Getty Images)

Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine wird darüber wild spekuliert: Ist Machthaber Wladimir Putin schwer, gar sterbenskrank? Leidet er vielleicht an der Nervenkrankheit Parkinson? Hat er womöglich Krebs? Ist er eventuell von mehreren schweren Krankheiten betroffen? Was ist dran an diesen Gerüchten? Kann etwas davon wahr sein? Oder handelt es sich um reines Wunschdenken – geleitet von der Hoffnung, der grausame, völkerrechtswidrige Krieg würde im Falle eines von Krankheit oder Tod erzwungenen Abtretens Putins endlich aufhören.

Angeheizt werden die Spekulationen von Putin selbst, genauer: von Verhalten und Aussehen des Kremlchefs. Zunehmend schottet er sich ab, bei seinen wenigen öffentlichen Auftritten wirkt alles andere als fit. Bei der Militärparade am 9. Mai, dem "Tag des Sieges" gegen Nazi-Deutschland, hinkte er sichtlich. Verdächtig auch, wie er auffällig Hände und Füße bewegt und damit – wie Beobachter vermuten – die von Parkinson ausgelösten unfreiwilligen Zuckungen kaschiere. Gesund sehe er jedenfalls nicht aus, heißt es immer wieder, sein Gesicht sei aufgedunsen, womöglich habe er Schmerzen. Warum sonst klammerte sich Putin geradezu an den Tisch, als er einmal im Fernsehen mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu im Fernsehen Kriegsmanöver in Mariupol besprach.

Hat Putin "nicht mehr als zwei bis drei Jahre" zu leben?

Zum Brodeln bringen die Gerüchteküche auch die, die es definitiv zu wissen glauben. Der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanov, bestätigte gegenüber "pravda.ua" "voll und ganz", dass der russische Machthaber nicht nur Krebs, sondern gleich an "mehreren" schweren Krankheiten leide. Ein Oligarch, der dem Kreml nahe stehen soll, behauptet laut "New Lines Magazine": Der Kremlchef sei "sehr schwer an Blutkrebs" erkrankt. Zuletzt hatte ein Agent des russischen Geheimdienstes davon gesprochen, wie es in einem Bericht der britischen Zeitung "Mirror" heißt, dass Putin "nicht mehr als zwei bis drei Jahre" zu leben habe.

Und dennoch: Eindeutige Beweise, dass Putin schwer krank ist und bald sterben könnte, fehlen weiterhin. Aus Moskau wird man die – selbstredend – nicht erhalten. Entsprechende Gerüchte werden vom Kreml dementiert, mitunter belächelnd abgetan. So wie es Sergej Lawrow neulich tat: "Ich glaube nicht, dass vernünftige Menschen in dieser Person Anzeichen für irgendeine Art von Krankheit oder Gebrechen sehen können", sagte der russische Außenminister dem französischen Fernsehsender TF1. Ist dem zu trauen? Nein, wir wissen doch: Was in Moskau gesagt, erklärt, kommentiert wird, ist immer – und gerade in diesen Tagen des Krieges – mindestens mit Skepsis aufzunehmen.

Neue Stützen für die Hoffnung

Und so muss die Frage, ob Wladimir Putin krank ist, bis auf weiteres unbeantwortet bleiben. Die Hoffnung, dass der Krieg bald zu Ende sei, sollte sich darauf jedenfalls nicht stützen. Sie sollte auf vernünftigen Pfeilern ruhen – wie auch immer die aussehen mögen. Eine Erkenntnis scheint indes immer klarere Formen anzunehmen: Von Putin ist eine vernünftige Entscheidung für einen Frieden nicht zu erwarten. Auch das ist Teil der Spekulationen: ob der skrupellose Diktator, der einen irrsinnigen Krieg angezettelt und diesen wie ein Verrückter und auf wahnsinnige Weise weiterführt, nicht nur physisch, sondern auch psychisch nicht mehr auf der Höhe sei.

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