Betrunkener Autofahrer erwischt, weil sein Auto den Notruf wählt

Ein betrunkener Autofahrer wurde erwischt, weil sein eigenes Auto für ihn den Notruf wählte, nachdem er einen Unfall gebaut hatte.

Alan McShane wurde für 25 Monate der Führerschein entzogen, nachdem er betrunken am Steuer erwischt wurde. (Bild: Reach).
Alan McShane wurde für 25 Monate der Führerschein entzogen, nachdem er betrunken am Steuer erwischt wurde. (Bild: Reach).

Alan McShane (37) fuhr seinen Mercedes EQC Firmenwagen, der den Notruf wählte, nachdem er beim Verlassen der Zentralautobahn in Newcastle einen Unfall hatte.

McShane, Gasingenieur der englischen Kleinstadt Wallsend, war auf dem Heimweg, nachdem er am ABend des 16. Mai den Sieg von Newcastle United gegen Arsenal in der Premier League gefeiert hatte.

Auto setzt nach Unfall automatischen Notruf ab

Als er gegen einen Bordstein fuhr und die Airbags ausgelöst wurden, wählte das Computersystem des Wagens automatisch den Notruf. Seit 2014 sind alle neuen Fahrzeuge von Mercedes standardmäßig mit einem automatischen Notrufsystem ausgestattet.

Ein Mercedes-Benz EQC-Modell – alle Autos von Mercedes sind standardmäßig mit einem Notrufsystem ausgestattet. (Bild: Getty Images)
Ein Mercedes-Benz EQC-Modell – alle Autos von Mercedes sind standardmäßig mit einem Notrufsystem ausgestattet. (Bild: Getty Images)

McShane bekannte sich am vergangenen Montag vor dem Newcastle Magistrates' Court der Trunkenheit am Steuer für schuldig.

Ein Test nach dem Unfall ergab einen Blutalkoholspiegel von 110 Mikrogramm Alkohol pro 100 ml Atemluft — mehr als das Dreifache des gesetzlichen Grenzwertes von 35 Mikrogramm.

Er erhielt eine Geldstrafe in Höhe von 1.500 britischen Pfund (umgerechnet etwa 1.744 Euro) zuzüglich anderer Kosten in Höhe von 230 britischen Pfund (umgerechnet etwa 267 Euro). Außerdem wurde ihm der Führerschein für 25 Monate entzogen mit der Option, den Zeitraum um 25 Wochen zu verkürzen, indem er einen Rehabilitationskurs für Trunkenheit am Steuer besucht.

Fahrer während der Untersuchung eingeschlafen

Staatsanwältin Sarah Malkinson sagte: „Am Dienstagmorgen, dem 17. Mai, wurden die Beamten zu einer Kollision mit einem Fahrzeug an der Ausfahrt der Zentralautobahn gerufen. Ein Fahrzeug war mit dem umliegenden Straßenmobiliar kollidiert.“

Sie sagte, die Polizei habe am Unfallort Notärzte und die Feuerwehr vorgefunden. McShane hatte sich als Fahrer des Wagens ausgegeben.

Er wurde ins Royal Victoria Infirmary Krankenhaus in Newcastle gebracht, um ihn nach dem Unfall durchzuchecken. Während der Untersuchung schlief er ein, so die Staatsanwältin.

Michal Henderson, Verteidiger von McShane sagte, sein Mandant sei bisher nie auffällig geworden und sei „im Grunde ein Mann, der hart arbeitet und am besagten Abend einen großen Fehler gemacht hat.“

Das Auto, das Alan McShane fuhr, rief automatisch den Notruf, als er damit einen Unfall hatte. (Bild: Reach)
Das Auto, das Alan McShane fuhr, rief automatisch den Notruf, als er damit einen Unfall hatte. (Bild: Reach)

Er sagte, McShane „kann sich nicht daran erinnern, wann er vor dem Unfall „zuletzt einen Tag freihatte“. Er hatte nicht vorgehabt, sich an dem Abend zu betrinken.

Henderson sagte: „Er hat einen Fehler gemacht – 15 Minuten, um nach Hause nach Wallsend zu fahren, so dachte er, 'Ich setze mich ins Auto‘. Natürlich war sein Urteilsvermögen durch die Menge Alkohol beeinträchtigt, die er getrunken hatte.“

Er sagte, es sei zu dem Unfall gekommen, nachdem McShane gegen den Bordstein gefahren und die Airbags im Fahrzeug ausgelöst habe.

Henderson sagte weiter: „Als Nächstes hörte er eine Stimme, die zum Sicherheitssystem gehört, sagen: ‚Wir haben den Notruf gewählt, geht es Ihnen gut?‘“

„Er wusste nicht, was los war. Rettungskräfte erschienen, das System muss sie gerufen haben.“

Betrunkener Fahrer zeigte Reue

Er sagte, McShane habe sofort zugegeben, dass er der Fahrer des Wagens war, als die Polizei eintraf. Er sagte, er bereue seine Tat und habe „seine Lektion gelernt“.

Der Vorsitzende des Richtergremiums, Stephen Cape, sagte zu McShane: „Wir haben uns in diesem Stadium gegen eine Bewährungsstrafe entschieden, weil wir Ihr frühes Schuldeingeständnis, die Tatsache, dass Sie keine Vorstrafen haben und Reue zeigen, berücksichtigen.“

Ross McGuinness

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