Erschreckende Zahlen: 99 Journalisten im Jahr 2023 getötet

Mehr als drei Viertel der 99 im Jahr 2023 weltweit getöteten Journalisten starben im Krieg in Gaza, berichtet das Komitee zum Schutz von Journalisten in ihrem Jahresbericht.

In den ersten drei Monaten dieses Krieges kamen im Gazastreifen mehr Journalisten um als jemals zuvor innerhalb eines Jahres in einem Land. Laut dem Bericht kamen im Jahr 2023 in Gaza insgesamt 72 palästinensische Journalisten zu Tode.

Neben dem Gazastreifen müssen die Journalisten in Mexiko, Somalia der Ukraine und den Philippinen besonders um ihr Leben fürchten. In Mexiko und der Ukraine wurden im Vorjahr jeweils 13 Journalisten getötet. Im Jahr 2023 kamen in diesen Ländern jeweils zwei Journalisten zu Tode.

In Mexiko ist der Hauptgrund der Tötungen die organisierte Kriminalität. Zwischen 1992 und 2023 wurden dort 64 Medienschaffende getötet. 61 von ihnen wurden laut Angaben der Behörden ermordet.

22 weitere Medienschaffende verloren in 18 anderen Ländern ihr Leben. Im Vorjahr 2022 kamen weltweit 69 Journalisten in Verbindung zu ihrer Arbeit um.

Belästigungen, Drohungen und Entführungen prägen weiterhin den Alltag der Journalisten in Ländern mit hohen Korruptionsraten und grassierender organisierter Kriminalität.