Nach Hasskolumne gegen Meghan: Skandalmoderator entschuldigt sich und verliert Sendung

Mitte Dezember 2022 veröffentlichte Journalist Jeremy Clarkson eine Hasskolumne über Herzogin Meghan. Nun entschuldigte sich der 62-Jährige für seinen Artikel.  (Bild: 2021 Getty Images/Jeff Spicer)
Mitte Dezember 2022 veröffentlichte Journalist Jeremy Clarkson eine Hasskolumne über Herzogin Meghan. Nun entschuldigte sich der 62-Jährige für seinen Artikel. (Bild: 2021 Getty Images/Jeff Spicer)

Kurz vor Weihnachten 2022 sorgte Jeremy Clarkson mit einer Hasskolumne über Herzogin Meghan weltweit für Schlagzeilen. Nun entschuldigte sich der Autor und Moderator bei der ehemaligen "Suits"-Darstellerin. Der Streaminganbieter Amazon Prime wird sich wohl dennoch von ihm trennen.

Bei vielen Beobachtern des britischen Köngshauses steht Herzogin Meghan im Zentrum der Kritik - so wie auch bei Jeremy Clarkson. Der Moderator, der mit dem BBC-Automagazin "Top Gear" bekannt wurde, hatte kurz vor Jahresende eine Hasskolumne über die Ehefrau von Herzog Harry in der Boulevardzeitung "Sun" veröffentlicht. Der Text hatte für internationales Aufsehen gesorgt und etliche Beschwerden nach sich gezogen. Nun entschuldigte sich der Journalist für die drastische Wortwahl.

Auf seinem Instagram-Kanal veröffentlichte der 62-Jährige ein ausführliches Statement. "Ich habe allen, mit denen ich arbeite, geschrieben, wie sehr es mir leidtut, und am Weihnachtsmorgen habe ich auch Harry und Meghan in Kalifornien gemailt, um mich zu entschuldigen", schrieb er.

Clarkson hatte seine umstrittene Kolumne verfasst, unmittelbar nachdem die Netflix-Dokureihe "Harry & Meghan" erschienen war. "Ich hasse Meghan", bekannte er darin unverblümt. Zudem fantasierte er über die Vorstellung, die Herzogin solle nackt vor britische Städte getrieben und mit Exkrementen beworfen werden.

Herzogin Meghan steht bei vielen Beobachtern der Royals in der Kritik. (Bild: 2022 Getty Images/WPA Pool)
Herzogin Meghan steht bei vielen Beobachtern der Royals in der Kritik. (Bild: 2022 Getty Images/WPA Pool)

"Ich bin einfach nicht sexistisch"

Nach der Veröffentlichung des Artikels kritisierten mehrere Abgeordnete und sogar Clarksons Tochter Emily den Text. Die Medienaufsicht verzeichnete eine Rekordzahl an Beschwerden. Daraufhin teilte der 62-Jährige mit, dass das von ihm formulierte Gewaltszenario lediglich eine Anspielung auf die Serie "Game of Thrones" gewesen sei. Er sei sich nicht darüber bewusst gewesen, welchen Schäden er mit den Ausführungen anrichten würde.

"Ich bin einfach nicht sexistisch und ich verabscheue Gewalt gegen Frauen. Und trotzdem scheine ich genau das zu befürworten", heißt es in der aktuellen Erklärung auf Instagram. "Ich hebe meine Hände. Das ist ein 'Mea Culpa' mit Glockengeläut." Dennoch scheint er beruflich mit Konsequenzen rechnen zu müssen: Laut "Variety" will Amazon Prime die Zusammenarbeit mit dem schon länger als streitbar geltenden Clarkson beenden. Für den Streaminganbieter moderierte der Brite zuletzt das Auto-Format "The Grand Tour".

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