Juli-Wetter: große Hitze und Trockenheit

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Nicht nur Ernten dürften von der prognostizierten Hitze gefährdet werden, sondern auch Menschen: Wettermodelle zeigen, dass es Mitte des Monats bis zu 40 Grad Celsius heiß werde könnte.

Hitze steigert die Gefahr für Waldbrände
Bei den prognostizierten Temperaturen steigt auch die Gefahr für Waldbrände. Foto: Symbolbild / gettyimages

Viel zu trocken: Auch der Juli bringt laut Prognose der US-amerikanischen Wetterbehörde kaum Regen und stattdessen viel Hitze. Das könnte sich auf die Ernten hierzulande auswirken.

Regendefizit aus dem Frühling und anhaltende Trockenheit

Ihr aktuelles Video mit der Monatsvorschau zum Juli betitelt das Wetter.net-Team mit „Die Trockenheit dauert an. Große Hitze lauert ab Mitte Juli!“

Schon jetzt würden demnach Natur und Landwirtschaft „nach Regen lechzen“. Das liege daran, dass nicht nur der ganze Frühling in Deutschland zu trocken ausgefallen sei. Diplom-Meteorologe Dominik Jung spricht zusätzlich von einem großen „Regendefizit“ im Juni.

Weil auch weiterhin kaum Regen erwartet wird, dürfte sich das auf die Ernten auswirken, die „geringer als sonst“ ausfallen könnten. Jung sagt dazu: „Das sieht alles in allem nicht wirklich gut aus. In der Landwirtschaft drohen Ernteeinbußen und das gerade jetzt, wo es weltweit ohnehin schon große Lieferengpässe gibt.“

35 bis 40 Grad Celsius ab Mitte des Monats

Dazu kündigen die US-Wettermodelle, auf die sich Wetter.net stützt, eine längere Hitzeperiode an. Ab Mitte des Monats dürfte es in Deutschland „extrem warm bis heiß“ werden – und das über etliche Tage am Stück.

Konkret: Die Thermometer dürften auf 35 bis 40 Grad Celsius klettern. Was für manche nach sommerlichen Temperaturen klingt, bedeutet für andere eine Gefahr für Leib und Leben.

Das Umweltbundesamt schreibt dazu: „Modellrechnungen prognostizieren für Deutschland, dass zukünftig mit einem Anstieg hitzebedingter Mortalität von 1 bis 6 Prozent pro einem Grad Celsius Temperaturanstieg zu rechnen ist.“ Was über 5.000 zusätzlichen Sterbefällen pro Jahr durch Hitze bereits bis Mitte dieses Jahrhunderts entsprechen würde.

Das hat auch die Vergangenheit schon gezeigt: In den Hitzesommern 2003, 2006 und 2015 starben in Deutschland dem UBA zufolge „etwa 19.500 Menschen zusätzlich an den Folgen der Hitzebelastung“.

Waldbrand: Gefahrenstufe 5 mancherorts

Nicht nur das: Die Hitze vergrößert noch eine weitere Gefahr. Dazu sagt Dominik Jung: „Die Waldbrandgefahr bleibt auch in dieser Woche recht hoch.“ Manche Gegenden erreichen sogar die Gefahrenstufe fünf, das ist die höchste. Der Deutsche Wetterdienst veröffentlicht und aktualisiert die entsprechenden Warnungen täglich in diesen Tabellen.

Vorerst aber bleiben die Temperaturen noch angenehm, denn immer bleibt uns schwüle Hitze vorerst erspart. Die Höchsttemperaturen liegen diese Woche zwischen 24 und 29 Grad Celsius. Regenschauer wird es nur vereinzelt geben – und dann hauptsächlich im Norden Deutschlands.

Mitte des Monats dann aber klettern die Temperaturen. Jung sagt dazu: „Die genauen Ausmaße sind noch unklar. Möglich wären wieder bis zu 35 Grad Celsius, vielleicht auch mehr. Gestern und vorgestern wurden zeitweise für Deutschland bis zu 40 Grad berechnet.“ Das würde eine „lebensgefährliche Hitze in unseren Breitengraden“ bedeuten. Gesichert sind diese Zahlen aber nicht, noch sei es für exakte Werte zu früh.

Im Video: Hitzewelle in Europa: "Vorgeschmack auf die Zukunft"

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