Nach Zoff mit Berlusconi: Entscheidender Freitag für Giorgia Meloni und für Italien?

An diesem Freitag könnte die rechtsextreme Wahlsiegerin Giorgia Meloni von Italiens Staatspräsidenten mit der Regierungsbildung beauftragt werden. In den sozialen Medien wettert sie zwar weiterhin gegen die Linke, aber sie präsentiert sich auch staatstragend. Und den Zoff mit dem Koalitionspartner Silvio Berlusconi - der über die Ernennung des rechtsextremen Igazio La Russa zum Senatspräsidenten erbost war - hat die Chefin der "Fratelli d'Italia" offenbar beigelegt.

Meloni würdigt den verstorbenen Sänger der "Ricchi e Poveri" auf Twitter mit den Worten: "Ein Teil der Geschichte der Musik Italiens ist von uns gegangen."

Euronews-Korrespondentin Giorgia Orlandi fasst zusammen: "Es sieht so aus, als hätten Silvio Berlusconi und Giorgia Meloni nach einem Streit über die Ernennung von Ignazio La Russa zum neuen Senatspräsidenten wieder Frieden geschlossen

Die beiden hatten ein "freundschaftliches Treffen", wie es hieß.

Und versprachen, rasch ein neues Kabinett zu bilden und bei den Beratungen mit Präsident Mattarella geschlossen aufzutreten.

Unter den Ministern, die von Giorgia Meloni ernannt werden sollen, werden wahrscheinlich Mitglieder der Forza Italia, der Partei von Silvio Berlusconi, sein. Beim Justizminister ist noch unklar, ob er Mitglied der Forza Italia sein wird oder nicht.

Heute werden die Fraktionsvorsitzenden gewählt, und wenn alles wie geplant verläuft, beginnen die Beratungen mit dem Präsidenten im Quirinale am Donnerstag.

Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella könnte Giorgia Meloni bereits am Freitag ein Mandat zur Bildung einer neuen Regierung erteilen."