Spektakulärer Schnappschuss einer Sturmfront geht viral

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Eine US-Amerikanerin hat unabsichtlich ein spektakuläres Foto geschossen: Darauf ist eine Wolken-Formation zu sehen, wie sie selbst eine Expertin noch nicht gesehen hat.

Dieser Himmel sieht längst nicht so spektakulär aus, wie der auf dem Foto, das eine US-Amerikanerin beinahe zufällig während des Fahrens gemacht hat. (Symbolbild: Getty Images)
Dieser Himmel sieht längst nicht so spektakulär aus, wie der auf dem Foto, das eine US-Amerikanerin beinahe zufällig während des Fahrens gemacht hat. (Symbolbild: Getty Images)

Nur ein Schnappschuss: Eine US-Amerikanerin wollte auf dem Nachhauseweg nur schnell ein Foto machen, um es ihrer Tochter zu schicken. Sozusagen die Kurzform für: Ich bin bereits unterwegs. Was die Frau aber für ein spektakuläre Motiv gebannt hatte, wurde ihr erst später klar.

Unglaubliches Motiv

Theresa Lucas fuhr gerade den Highway 64 entlang durch Minnesota. Sie war auf dem Rückweg von einem Familienbesuch in Rochester, einer Stadt im US-Bundesstaat New York. So berichteten es vergangene Woche die Lokalnachrichten KVRR. Da meldete sich Lucas' Tochter, sie war besorgt: Im Wetterbericht war ein starker Sturm vorhergesagt worden, sie wollte deshalb sichergehen, dass ihre Mutter rechtzeitig bei ihr ankommt.

Anstatt zurückzuschreiben, zückte Lucas ihr Smartphone und fotografierte die Straße vor sich. Sie wollte damit zeigen: Ich bin auf dem Weg. Dass sie dabei aber auch die heraufziehende Sturmfront abgelichtet hatte, bemerkte sie erst später.

Im Interview mit KVRR sagte Lucas dazu: „Ich habe nur schnell das Smartphone hochgehalten und geklickt.“ Es sei eines der schnellsten Bilder gewesen, das sie je gemacht habe. Erst ihre Tochter machte sie zuhause darauf aufmerksam, was für ein unglaubliches Motiv sie eingefangen hatte: „Es sieht wirklich wie das Meer aus, als würde es sich gleich auf mich herab ergießen.“

Ist das nicht noch Photoshop?

Das Foto wurde zwischenzeitlich in mehreren sozialen Medien geteilt. Unter anderem auf Facebook, wo es in der „Earth-Gruppe“ – der „offiziellen Seite unseres Planeten“ – für großes Aufsehen sorgte. Unterschrieben war der Beitrag dort mit dem Satz: „Diese unglaubliche Wolkenformation sieht aus wie ein Ozean und wurde über dem Himmel von Bemidji in Minnesota fotografiert.“

Über 40.000 Likes und 2.000 Kommentare zeigen, wie viele von dem Foto fasziniert sind. In den Kommentaren mutmaßten manche sogar, dass es sich um ein Photoshop-Motiv handeln müsse – so ein Himmel könne doch gar nicht echt sein.

Statt Fotos, besser rechts ranfahren

KVRR hat deshalb eine Meteorologin gefragt, wie so ein Wolkengebilde zustande kommt. Ihr Name ist Mariah Bush und auch sie ist nicht ganz sicher: „Das ist ein überaus seltenes Motiv. Mein erster Gedanke war, dass es sich um ganz gewöhnliche Wolken handeln müsste, also Quellwolken oder eine Shelf Wolke. Aber, um ehrlich zu sein, bei genauerem Hinsehen habe ich Wolken entdeckt, die ich selbst so noch nie gesehen habe. Das ist alles ziemlich einzigartig.“

Grundsätzlich empfiehlt die Meteorologin Bush allerdings, in einer solchen Situation keine Fotos zu machen – schon gar nicht während des Fahrens: „Wenn der Regen einsetzt, und solche Stürme bringen viel Regen mit sich, würde ich rechts ranfahren und warten, bis der Sturm vorübergezogen ist.“

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